Eine historische Erklärung, aber Herausforderungen bleiben bestehen

Das Europäische Parlament hat kürzlich einen bedeutenden Schritt im Kampf gegen Krebs gemacht, indem es einen Bericht verabschiedete, der das Potenzial von E-Zigaretten als Hilfsmittel zur Raucherentwöhnung anerkennt. Dieser Bericht, der mit 652 zu 15 Stimmen angenommen wurde, betont, dass Rauchen weiterhin die Hauptursache für vermeidbaren Krebs in der Europäischen Union ist. Er hebt hervor, dass Vape-Produkte einigen Rauchern helfen könnten, schrittweise mit dem Rauchen aufzuhören. Obwohl dieser Bericht, der im PDF-Format verfügbar ist, von der Independent European Vape Association (IEVA) positiv aufgenommen und als historische Erklärung bezeichnet wird, bestehen weiterhin Bedenken.

Beschränkungen bei Aromen sorgen für Besorgnis

Trotz dieses Fortschritts ist der Bericht nicht frei von Kritik. Er stellt klar, dass die Europäische Kommission sicherstellen muss, dass E-Zigaretten für Minderjährige und Nichtraucher nicht attraktiv sind. In diesem Zusammenhang wird die Kommission aufgefordert, im Rahmen der Tabakproduktrichtlinie (TPD) zu bewerten, welche Aromen von E-Zigaretten für diese Gruppen besonders anziehend sind, und ein Verbot dieser Aromen vorzuschlagen.

Die IEVA hat die Bedeutung betont, Aromen nicht zu verbieten, da sie eine entscheidende Rolle bei der Raucherentwöhnung spielen. Der Verband erkennt die Notwendigkeit an, das Marketing von Vape-Produkten zu regulieren, um zu verhindern, dass Minderjährige angesprochen werden, besteht jedoch darauf, dass Aromen unerlässlich sind, um Rauchern den Umstieg von der herkömmlichen Zigarette auf die E-Zigarette zu erleichtern.

Zukünftige Perspektiven und Unsicherheiten

Nicolás González Casares, Europaabgeordneter, erklärte, dass das Parlament bald über verschiedene Änderungsanträge abstimmen werde, um wissenschaftliche Belege und Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zum Tabak und zu E-Zigaretten in den Bericht aufzunehmen. Angesichts der oft zurückhaltenden Haltung der WHO gegenüber dem Dampfen könnten diese Änderungsanträge neue Beschränkungen einführen, was eine weitere Unsicherheit für die Zukunft der E-Zigarette in Europa darstellt.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Europäische Parlament zwar die potenzielle Rolle von E-Zigaretten bei der Raucherentwöhnung anerkannt hat, jedoch weiterhin Herausforderungen bei deren Regulierung bestehen, insbesondere in Bezug auf Aromen. Die Zukunft der E-Zigarette in Europa wird weitgehend von den künftigen Entscheidungen der Kommission und den kommenden Änderungsanträgen abhängen.